Mitteldeutsche Zeitung 09.09.2008

Schwalbe in Rollsdorf - Großes Besucher-Interesse
Wein, Musik und Regenwetter
VON KATJA MÜLLER

Rollsdorf/MZ. Winzer René Schwalbe war am Samstag etwas in Eile auf seinem Weingut Rollsdorfer Mühle anzutreffen. Das Hofschoppenfest auf seinem Anwesen war gleichzeitig Bestandteil des viertägigen Winzerfestes in Höhnstedt und Schwalbe war "ständig am Pendeln", wie er sagte.

"Seit 2001 führen wir das Hofschoppenfest hier schon durch und jedes Jahr sind es mehr Besucher geworden."
René Schwalbe Winzer

Die Rollsdorfer Mühle präsentierte sich aus gegebenem Anlass wieder im romantisch-gemütlichen Ambiente. Schon ab dem Vormittag stand das Weingut für Besucher offen und bevor es am Nachmittag so richtig mit dem Hofschoppenfest und reichlich Musik und Kultur losgehen sollte, hatten bereits viele Besucher an den liebevoll dekorierten Tischen im Freien Platz genommen. Die meisten freilich nicht, ohne sich einen von Schwalbes Rebsäften zu Gemüte zu führen.

Beim Verkauf, im Keller des Weingutes, hatten die Mitarbeiter des Winzers alle Hände voll zu tun. Vor allem Weißweine, wie Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling oder Weißburgunder waren auf der Hauskarte der Rollsdorfer Mühle zu finden. Und die passenden kulinarischen Köstlichkeiten wurden gleich mitgeliefert: Käse- und Antipastiteller zum Beispiel, oder auch Wildfleischprodukte aus Wippra. "Seit 2001 führen wir das Hofschoppenfest hier schon durch und jedes Jahr sind es mehr Besucher geworden", zeigte sich René Schwalbe zufrieden.

Die meisten Gäste waren auch diesmal mit dem Drahtesel unterwegs und wer nach einem Aufenthalt in der Rollsdorfer Mühle noch weiter nach Höhnstedt wollte, bekam einen Extraservice geboten. "Unseren Trecker setzen wir heute als Shuttle ein", fügte Schwalbe hinzu. Sandy Droop und Annett Steinmüller aus Elsterberg bei Plauen hatten es sich gerade auf einer kleinen Treppe im Garten des Weingutes gemütlich gemacht. "Schmeckt lecker", sagten beide mit einem Gläschen trockenen Weißwein in der Hand. "Ich bin hier schon Stammgast, weil auch mit Rene Schwalbe verwandt", erzählte Sandy Droop. Ihre Freundin hatte sie das erste Mal nach Rollsdorf mitgebracht und sie zeigte sich ziemlich begeistert. "Jetzt warten wir nur noch auf die Musik und ein wenig Sonne", sagte Annett Steinmüller. "Vielleicht ist zu viel Sonne aber auch nicht gut, dann kann man hier nicht mehr so viel probieren", fügte sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

Das kulturelle Programm, dass sich bis in den späten Abend hineinzog, wartete schließlich mit Magie des Zauberers "Manoh" sowie Live-Musik der Band "Knoten 46 Halle" auf und ließ das diesjährige Hofschoppenfest gemütlich ausklingen. Und mit der Hauptlese, die Anfang Oktober beginnt, geht für René Schwalbe und seine Mitarbeiter schon bald wieder die Arbeit auf den Weinbergen los.